Ausblick: Der Weg in die Industrie 4.0

Ausblick: Der Weg in die Industrie 4.0

Auf dem Event von genua sollte mit Weitblick über den Weg in die Industrie 4.0 diskutiert werden. Passend dazu war der Veranstaltungsort ausgewählt – und auch das Wetter spielte mit: Von der Terrasse im elften Stock hatten die Teilnehmer einen spektakulären Blick über München bis hin zu den Alpen.

Die Vorteile von Industrie 4.0 sind vielversprechend: Die Vernetzung aller Systeme und Anlagen entlang der Fertigungskette ermöglicht hocheffiziente Prozesse bis hin zur industriellen Produktion von Losgröße 1. Mit der kompletten Vernetzung vervielfachen sich aber auch die Angriffsflächen – die Industrie 4.0 benötigt umfassende und intelligente IT-Sicherheit.

Mehr Vernetzung, mehr Angriffsflächen

Wie der Weg in die Industrie 4.0 sicher gegangen werden kann, diese Frage interessierte unsere Gäste, und unsere Referenten gaben Antworten aus verschiedenen Perspektiven.

Florian Oelmaier von Corporate Trust wird gerufen, wenn Firmen Opfer von Cyber-Attacken geworden sind, um die Angriffswege zu analysieren, aufzuräumen und wirksame Sicherheitskonzepte zu erstellen.

Er sieht klare Trends: Die Angreifer werden immer professioneller, Unternehmen stehen heute oftmals organisierter Kriminalität, staatlich geförderten Cyber-Söldnern oder gar gut ausgestatteten Nachrichtendiensten gegenüber. Unternehmen halten dagegen und verstärken ihre Abwehrmaßnahmen, die zunehmende Vernetzung und Komplexität erfordern jedoch weitere Investitionen in IT-Sicherheitstechnologien und vor allem auch Schulungen für die Mitarbeiter, damit sie ihre Systeme beherrschen.

Lösungen für eine sichere Digitalisierung

Wie in der digitalen Welt Personen, Systeme oder Maschinen zuverlässig identifiziert werden können, zeigte Dr. Dirk Woywod von der Bundesdruckerei. Denn nur wenn eindeutig geklärt ist, bei wem es sich um den Kommunikationspartner am anderen Ende handelt, sind vertrauliche Kommunikation und der Schutz von sensiblen Daten gegen unbefugte Zugriffe möglich. Die Bundesdruckerei bietet Lösungen, von Zugangskontroll-Systemen bis hin zu Zertifikaten zur Authentifizierung im digitalen Raum, die zur Absicherung von Industrie 4.0 unbedingt erforderlich sind.

Dass Ingenieure und Informatiker bei der IT-Sicherheit unterschiedliche Denk- und Herangehensweisen haben, erläuterte Dr. Michaela Harlander von genua. Ingenieure möchten Lösungen, die einmal aufgesetzt werden und dann möglichst lange ihre Aufgabe erfüllen, ohne Änderungen vornehmen zu müssen. Denn Änderungen könnten den gesamten Produktionsprozess durcheinanderbringen oder gar die Safety gefährden, den Schutz der Mitarbeiter vor den Maschinen. Ganz anders die Informatiker: Sie sind in der IT-Sicherheit ständig mit neuen Angriffen konfrontiert. Dagegen entwickeln sie wirksame Abwehrmaßnahmen, die mit regelmäßigen Patches auf die Sicherheitslösungen eingespielt werden, um diese aktuell zu halten.

Safety & Security

Hier gilt es, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Denn Ingenieure und Informatiker müssen auf dem Weg zur Industrie 4.0 zusammenarbeiten, damit dieser sicher gegangen werden kann. Und es gibt bereits Lösungen, die den Anforderungen von beiden Seiten gerecht werden: Sicherheitssysteme mit minimaler Code-Menge auf kompakter Hardware, die genau definierte Aufgaben erfüllen und aufgrund der geringen Komplexität ohne das ständige Einspielen von Updates auskommen.

Die Datendiode von genua ist eine dieser Lösungen. Sie lässt an sensiblen Schnittstellen ausschließlich Einbahn-Datentransfers zu – in Gegenrichtung wird dagegen jeder Informationsfluss konsequent abgeblockt. Somit können zum Beispiel von einer kritischen Anlage wie einer Gasturbine Betriebsdaten abgerufen werden, ohne über diese Anbindung in umgekehrter Richtung Angriffe zu riskieren. Dies ermöglicht der Industrie die Einrichtung hochsicherer Monitoring-Lösungen.

Diese Vorträge und ein abschließendes Live Hacking lieferten unseren Gästen viele Ansätze für gute Gespräche in kleinen Runden.


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