Babypause mit Karrierekick

Babypause mit Karrierekick

Zum Start in meine einjährige Elternzeit bewarb ich mich für die offene Stelle des Abteilungsleiters für den Bereich Solutions & Services. Sie denken, es ist ein Ding der Unmöglichkeit, dass das gut gehen kann?

Auf werdende Eltern zu treffen, ist in einem Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern wie genua keine Seltenheit. Doch für den Einzelnen stellt sich da, zumindest beim ersten Nachwuchs, doch die Welt auf dem Kopf. Fragen, die man sich noch nie gestellt hat, gilt es zu beantworten, neue Sachen und Techniken zu erlernen und die nächste Etappe der Abenteuerreise "Leben" zu starten.

Meine Reise bei genua begann zwei Jahre früher. Frisch aus meiner Auslandstätigkeit in Südafrika zurückgekommen, begann ich als Agiler Coach bei genua. Ich fühlte mich wohl und war glücklich, einen Arbeitgeber gefunden zu haben, der auf Wünsche nach Arbeitszeitgestaltung etc. Rücksicht nimmt. Was ich damals noch nicht wusste: Auf was für einen Nugget ich mit dem Einstieg bei genua gestoßen war.

Elternzeit – gesagt, getan

Ich wusste schon, dass die Elternzeitregel bei genua rege in Anspruch genommen wird. In dem von mir betreuten Team nahm zum Beispiel der Teamleiter zwei mal zwei Monate Elternzeit und es wurde pragmatisch nach Vertretungsmöglichkeiten gesucht und Lösungen gefunden. Auch deshalb traute ich mich, im Frühjahr 2015 diesen Schritt zu machen. Die Bürotür meines Abteilungsleiters stand wie immer offen. Ich rückte gleich mit der Wahrheit raus: "Kai, ich möchte ein Jahr Elternzeit ab August beantragen!" Zuversichtlich, auf Verständnis zu stoßen, auch weil Kai gerade auch noch einmal Nachwuchs erwartete, fiel mir dieser Schritt nicht schwer. "Ein ganzes Jahr, das ist ja mal eine Ansage – ob du das solange aushältst", so die verschmitzte Antwort. Noch wusste ich nicht so ganz, wovon er sprach. Aber ich sollte es bald erfahren.

Im Anschluss haben wir uns dann daran gemacht, mögliche Vertretungslösungen zu erarbeiten und in die Wege zu leiten. Die nächsten Wochen vergingen wie im Flug und irgendwann, mitten im Meeting, kam der Anruf "Die Wehen sind da!" und ich damit weg. Doch Thabo, unser Sohn, ließ sich noch etwas Zeit und so waren wir in den nächsten Tagen öfters im Auto zwischen Wohnung und Krankenhaus unterwegs.

Unerwartet: Babypause kombiniert mit beruflicher Chance

Während dieser Zeit fragte mich ein Kollege, ob ich mich denn eigentlich schon auf die offene Abteilungsleiterstelle für den Bereich Services & Solutions beworben hätte. Dieser Bereich wurde bisher noch von einem unserer Geschäftsführer, Bernhard Schneck, geleitet. Nun sollte auch dieser, wie auch schon die anderen Bereiche, von einem Abteilungsleiter übernommen werden. Ich erwiderte, ich sei ja nun für ein Jahr in Elternzeit, und danach nur in Teilzeit verfügbar und da habe ich mir gedacht, dies sei doch sowieso sinnlos. Kein "normales" Unternehmen würde doch ein Jahr warten auf einen neuen Abteilungsleiter. Fazit des Gesprächs: Warum nicht einfach probieren – schaden kann es ja nichts.

Neuer Arbeitsvertrag unterschrieben: Zeit für Urlaub!

Gesagt, getan. Und danach ging alles Schlag auf Schlag: Geburt – erste Woche mit Baby – Bewerbung abschicken – Familienbesuche – Einstellungstest – erstes Mal mit dem Tragetuch unterwegs – Bewerbungsgespräche – erster Kurzurlaub zu dritt – weitere Bewerbungsgespräche – erstes Krabbeln – Unterschrift unter den neuen Arbeitsvertrag gesetzt. So hat sich zur gleichen Zeit Thabo prächtig entwickelt und die neue Abteilungsleitung wurde fix gemacht. Gut gelaunt und sehr entspannt starteten wir dann erst einmal in einen viermonatigen Südafrika-Urlaub.

Bereit für neue Aufgaben

Seit fünf Wochen ist es nun soweit. Es gilt, den riesigen Vertrauensvorsprung, den mir genua entgegengebracht hat, einzulösen. Ich werde mein Bestes geben und bin top motiviert, als Abteilungsleiter bei genua die Firma auch in den nächsten Jahren weiter wachsen zu lassen. Nicht zuletzt, damit noch mehr Menschen erleben dürfen, was für ein großartiger Arbeitergeber genua ist.

Mir bleibt nur noch einmal ein großes "Danke" zu sagen, dass so was möglich ist.

 

Bildquelle: © fotos4u  - Fotolia.com


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