MatSe – unbekannte Ausbildung mit viel Potenzial

MatSe – unbekannte Ausbildung mit viel Potenzial

Was braucht es, dass ein bekennender Dortmund-Fan in die FC Bayern Hochburg München zieht? Wie es scheint eigentlich nur ein sehr interessantes duales Studium. Dieses nennt sich abgekürzt "MatSe" und steht für Mathematisch-technischer Softwareentwickler. Unser "Dortmunder Jung" heißt übrigens Rocco Hermes und wir haben ihn gefragt, was denn so ein MatSe macht.

Der Ausbildungsberuf mathematisch-technischer Softwareentwickler ist bislang noch wenig verbreitet. Wie hast Du von dieser Ausbildungsmöglichkeit erfahren?

Rocco: Von der Ausbildung erfahren habe ich auf der IHK-Website. Da habe ich ganz einfach nach meinen Interessen Mathematik und Informatik gesucht und schon wurde mir die Ausbildung zum MatSe angezeigt. Da dieses duale Studium leider nicht sehr bekannt ist, gab es wenige Firmen, die die Ausbildung anboten. Zu Anfang hatte ich die Wahl zwischen der Firma genua und zwei anderen Firmen in Aachen. genua als Arbeitergeber stellte sich für mich allerdings als viel ansprechender heraus: Schon beim Bewerbungsgespräch hat mich die entspannte Art meines heutigen Ausbilders und die gelebte Unternehmensphilosophie begeistert. Aber auch der IT-Sicherheitsaspekt sowie die Produkte haben mich sehr interessiert. Die nächste Hürde war dann der Umzug – München ist ja doch nicht nebenan. Besonders die Wohnungssuche dauerte länger als gedacht. Am Ende hat dann doch alles geklappt und ich bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben.

Als Alternativausbildung zum MatSe gibt es auch den Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Kannst Du uns erklären, worin der Unterschied zwischen den beiden liegt?

Rocco: Das ist schwer zu sagen, da die Inhaltsschwerpunkte der Ausbildungen von Unternehmen zu Unternehmen anders sind. Daher kann ich diese Frage nur aus "genua-Sicht" beantworten: Ich sehe den grundlegendsten Unterschied darin, dass der MatSe einen größeren mathematischen Anteil während seiner Ausbildung hat.

Das System des dualen Studiums ist gerade wegen seines hohen praktischen Anteils sehr beliebt. Wie viel Zeit verbringst Du hier bei genua und wie viel in der Fachhochschule?

Rocco: Das ganze erste Jahr meiner Ausbildung habe ich 38 Stunden pro Woche bei genua gearbeitet. Seit meinem Studienbeginn bin ich grundsätzlich einmal pro Woche in Kirchheim, den Rest der Zeit besuche ich meine Vorlesungen an der Fachhochschule in Rosenheim. Gerade das finde ich am dualen Studium so spannend: Die Theorien aus dem Studium kann ich direkt bei genua in die Praxis umsetzen.

Welche Aufgaben reizen Dich besonders an Deiner Ausbildung?

Rocco: Es ist toll, das Ergebnis meiner Arbeit direkt vor mir zusehen. Vor allem beim Programmieren kann ich viel austesten und probieren. Zurzeit bin ich mit meinem Kollegen dabei, das GUI unserer High Resistance Firewall genugate zu erneuern und einige schöne graphische Optimierungen umzusetzen.

Duale Studenten bei genuaDie Theorie direkt in die Praxis umsetzen – mit einem dualen Studium bei genua

Welchen Herausforderungen bzw. Aufgaben muss sich ein MatSe täglich stellen?

Rocco: In meinem ersten Jahr bei genua lag meine tägliche Aufgabe darin, unterschiedliche Abteilungen zu unterstützen. Dazu muss man wissen, dass ich diese regelmäßig wechsle um von jedem Entwickler-Team und dem dazugehörigen Produkt einen Eindruck zu bekommen. Gerade am Anfang war das super, da man sich wirklich viel Wissen aneignet. Seitdem ich nur noch einmal die Woche im Haus bin, habe ich eigene kleine Projekte bekommen. Klar, dass hier ab und zu auch mal Probleme auftauchen. Diese versuche ich dann aber zuerst alleine mit Hilfe des Internet zu lösen. Wenn das nicht klappt, kann ich mich aber auch immer auf meine Kollegen verlassen.

Welche Eigenschaften sollte ein angehender MatSe mitbringen?

Rocco: Meiner Meinung nach sollte ein angehender MatSe wissbegierig und neugierig sein und auch Spaß daran haben, knifflige Probleme zu lösen. Eine gewisse technische Affinität sollte auch schon mal gegeben sein.

Blick in die Glaskugel: Wo siehst Du Dich denn in 5 Jahren?

Rocco: Ganz klar: Bis dahin möchte ich mein Bachlor-Studium abgeschlossen haben und auch schon auf dem Weg zum Master sein. Danach würde ich gerne erst einmal bei genua bleiben und weitere Erfahrungen sammeln. Über mehr habe ich mir noch keine Gedanken gemacht – das lass ich mal alles auf mich zukommen.

Danke für das Gespräch!

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