Sonnenfinsternis bei den genukids

Sonnenfinsternis bei den genukids

Am Freitag, dem 20.03.2015, fand eine partielle Sonnenfinsternis statt. Das Naturschauspiel weckte so großes Interesse, dass die SoFi-Schutzbrillen deutschlandweit praktisch ausverkauft waren. Unsere genukids hatten Glück, denn sie konnten das Spektakel live bei genua beobachten – durch sichere Schutzbrillen und einen Sonnen-Projektor. Dazu befragen wir Bernhard Schneck, Geschäftsführer von genua.

Den Kindern wird in der Tagesstätte genukids ja allgemein schon einiges geboten. Aber so eine Sonnenfinsternis, von der alle Welt spricht, ist dann doch etwas ganz Besonderes?

Bernhard Schneck: Eine Sonnenfinsternis ist sicher nichts Alltägliches. Sie tritt zwar gar nicht so selten auf, ist aber immer nur an bestimmten Stellen der Erde sichtbar. Zum Beispiel wird es in diesem Jahr im Herbst eine weitere partielle Sonnenfinsternis geben, die aber nur zwischen Feuerland und der Antarktis zu beobachten sein wird. Da ist es schon einfacher, wenn man zum Gucken nur in den Garten raus gehen muss.

Die letzte totale Sonnenfinsternis, die man in Deutschland beobachten konnte, war z. B. 1999, da waren die Kinder in unserem Kinderhaus noch gar nicht auf der Welt. Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland wird im Jahr 2081 sein, das werden unsere Kinder hoffentlich alle noch erleben.

Mondfinsternisse kommen übrigens ungefähr genauso häufig vor wie Sonnenfinsternisse. Da man sie aber immer von der ganzen Nachtseite der Erde aus beobachten kann, sieht man sie viel öfter. Die nächste bei uns sichtbare Mondfinsternis wird am 28. September 2015 zwischen ca. 1:00 Uhr und Sonnenaufgang sein.

Neben den Schutzbrillen habt Ihr einen Apparat verwendet, um die verdunkelte Sonne zu beobachten. Wo kommt dieses Gerät her und was hat es damit auf sich?

Sonnen-Projektor aus einem Papp-Bausatz von AstroMediaSeit Neustem werden bei genua auch Geräte gebaut, die ohne Software auskommen

Bernhard Schneck: Wir hatten zusätzlich zu den Schutzbrillen noch einen Sonnen-Projektor aus einem Papp-Bausatz von AstroMedia dabei. Da wird über eine Optik mit Linsen und Spiegeln das Abbild der Sonne auf einen weißen Schirm projeziert und kann absolut gefahrlos betrachtet werden. Speziell für die jüngeren Kinder war es einfacher, die Sonnenfinsternis damit zu beobachten, als mit den Schutzbrillen.

Die Fotos zeigen die Faszination, die den Kindern förmlich ins Gesicht geschrieben ist. Wussten die Kids schon gut Bescheid oder gab es auch Fragen, was da gerade am Himmel vor sich geht?

Bernhard Schneck: In der Kindergartengruppe wurde das Thema "Sonnensystem und Planeten" in den letzten Wochen intensiv behandelt, die Kids hatten also schon eine gewisse Vorstellung, was da abgeht. Auch die SoFi-Brillen haben die Kinder mit einem Bausatz aus Pappe und zertifizierter Schutzfolie selbst gebastelt. Wenn man die Sonnenfinsternis nach all der Vorbereitung und Theorie aber mit den eigenen Augen anguckt, bleibt der Mund schon offen stehen, wie man an den Fotos gut sehen kann!

Geschäftsführer Bernhard Schneck verteilt Schutzbrillen an die genukidsSicher ist sicher: Bernhard Schneck verteilt Schutzbrillen an die genukids

Interessant waren dann beim Anblick der Sonnensichel Kommentare wie "Ich hab den Mond gesehen …" Erklärung: "Im Prinzip ja, aber Du hast genau den Mond nicht gesehen, sondern die Sonne, wobei ein Teil davon vom Mond verdeckt war." Zum Abschluss des Themas machen die Kindergarten- und Hortkinder nächste Woche noch einen Ausflug in die Bayerische Volkssternwarte München, wo sie noch ein Menge weitere Sachen über Sonne, Mond und Sterne entdecken können, wie Sternbilder im Planetarium, echte Meteorite, bei gutem Wetten nochmal Sonne angucken, ob die Flecken hat, etc.

Du kommst ja aus den Naturwissenschaften: Wie würdest Du allen Kindern dieser Welt in ein paar kurzen Sätzen erklären, was letzten Freitag mit Sonne, Mond und Erde passiert ist?

Bernhard Schneck: Da ist genau das Gleiche passiert wie bei einem Schattenspiel: Vor eine Lampe – in diesem Fall die Sonne – wird etwas gehalten – in diesem Fall der Mond. Das wirft dann auf die Wand – in diesem Fall die Erde – einen Schatten.

Danke für das Gespräch!

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Bildquelle: Hella Breitkopf, Lizenz: CC-BY-SA


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