Das BSI und genua: Auf die nächsten 25 Jahre!

Das BSI und genua: Auf die nächsten 25 Jahre!

Neue Impulse, anspruchsvolle Sicherheitsstandards, Durchsetzungskraft – das zeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aus. 1991 gegründet ist das BSI fast gleich alt wie genua. Gemeinsam bestritten wir die vergangenen Jahre mit all ihren Hypes und platzenden Blasen in der Branche der IT-Sicherheit. Blicken Sie heute mit uns auf diese erfolgreiche Zeit zurück!

genua feiert 25-jähriges Firmenjubiläum. Seit der Gründung 1992 ist in der IT-Sicherheit viel passiert: Kannte man anfangs die kursierenden Viren wie "Michelangelo‘"oder "I Love You" noch mit Namen, werden heute täglich über 390.000 neue Schadprogramme im Internet registriert. Waren die Hacker früher großteils verspielte Nerds, sind es aktuell meistens Mitglieder professioneller Organisationen.

Und natürlich gab es auch in dieser Branche viele Hochs und Tiefs. In diesen 25 Jahren rasanter Entwicklung hat sich genua vom Spin-off von drei Physikern zu einem wichtigen Hersteller für IT-Sicherheit in Deutschland entwickelt. Das BSI war in diesen Jahren ein ständiger Wegbegleiter. Da sowohl das BSI als auch genua das Ziel verfolgen, die IT-Sicherheit in Deutschland voranzutreiben, lag eine Zusammenarbeit nah.

2002: BSI stellt erstes Zertifikat aus – für die zweistufige Firewall von genua

Es gab wegweisenden Projekte, Kooperationen und Impulse in dieser Kooperation, die die Entwicklung von genua maßgeblich beeinflusst haben. Ein ganz wichtiger Schritt war für uns die Zertifizierung der Firewall genugate durch das BSI im März 2002 nach dem Standard ITSEC. Die genugate war die erste Firewall überhaupt, die ein BSI-Zertifikat erhalten hat. Der gesamte Prozess, der bereits 1998 begonnen hatte, war also sowohl für uns als auch das BSI eine Premiere – mit erfolgreichem Ausgang: Das Zertifikat bescheinigte von kompetenter und unabhängiger Seite das hohe Sicherheitsniveau der Lösung.

BSI-Zertifikat öffnet Türen zu Projekten im Hochsicherheitsbereich

Bereits 2002 konnten wir die Ausschreibung zur Absicherung des großen Regierungsnetzes IVBB gewinnen. Denn die genugate war die einzige Firewall, die nachweislich sowohl die hohen Funktions- als auch Sicherheitsanforderungen erfüllte. In diesem zentralen Netzwerk ist die genugate immer noch im Einsatz – Stand heute ohne einen einzigen Ausfall. Die BSI-Zertifizierung hält also, was sie verspricht!

Es folgten zahlreiche weitere Firewall-Projekte im Behörden- und Industriebereich. Die neuen Versionen der genugate haben wir seither regelmäßig beim BSI nach dem heute gängigen Common Criteria-Verfahren rezertifizieren lassen.

Auch bei der Zulassung von IT-Sicherheitslösungen zur Bearbeitung von eingestuften Daten arbeiten wir regelmäßig mit dem BSI zusammen. Zuletzt haben wir im April 2017 für das Security Laptop vs-top die Zulassung für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD erhalten. Damit können mobile Mitarbeiter sicher an eingestufte Netzwerke angebunden werden.

Impulse für unsere Produktentwicklung

Das BSI empfiehlt, an kritischen Schnittstellen dreistufige Sicherheitssysteme einzusetzen. Bei der Konzeption der zweistufigen Firewall genugate sind wir dieser Empfehlung gefolgt: Die genugate besteht aus einer Kombination von Application Level Gateway und Paketfilter und bietet somit bereits zwei Stufen. Fügt man hier eine weitere Firewall hinzu, wird die empfohlene Lösung erreicht. Die Zweistufigkeit ist ein zentrales Sicherheitsmerkmal, das die genugate für den Einsatz im Hochsicherheitsbereich prädestiniert.

Auch bei der Entwicklung des Personal Security Devices genucard zur sicheren Anbindung mobiler Mitarbeiter und von Home Offices haben wir Vorgaben des BSI umgesetzt. Mit Erfolg: Das kompakte Device ist im BOS-Bereich in großen Stückzahlen im Einsatz und ermöglicht u. a. der Bundeswehr die Einrichtung von abgesicherten Heimarbeitsplätzen. So leistet das Device einen kleinen Beitrag zum Wandel der Bundeswehr zu einem modernen und attraktiven Arbeitgeber.

BSI-Vizepräsident Dr. Gerhard Schabhüser spricht über die erfolgreiche Zusammenarbeit mit genua

Einen entscheidenden Spin für unsere Produktentwicklung brachte die Beteiligung an einem Forschungsprojekt zu hochperformanten Firewalls, das vom BSI gefördert wurde. Hier haben wir uns mit der Microkernel-Technologie beschäftigt und deren Vorteile erkannt. Unsere ersten Produkte mit dieser Techologie sind neben den Security Laptops für mobile Anwender im VS-Bereich die Datendioden zum Monitoring von kritischen Infrastrukturen. Damit ist das Potenzial aber noch lange nicht ausgereizt. Auf Basis dieser Technologie werden wir weitere Lösungen auf den Markt bringen, um die Digitalisierung im Behördenbereich und in der Industrie hochwertig abzusichern.

Wir freuen uns auf viele weitere erfolgreiche Jahre

Zusammenfassend kann man sicherlich sagen, dass das BSI einen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung von genua hat. Diese gute Zusammenarbeit möchten wir gerne fortsetzen. Als Jubilar wünschen wir uns, dass das BSI weiterhin der Branche wichtige Impulse liefert, anspruchsvolle Sicherheitsstandards vorgibt und in allen kritischen Bereichen durchsetzt. Hersteller sollen die vorgegeben Standards in Produkte umsetzen und die Möglichkeit haben, durch geeignete Zulassungs- und Zertifizierungsverfahren die Qualität ihrer Lösungen unter Beweis zu stellen. So können wir die IT-Sicherheit auch in den nächsten 25 Jahre weiter gemeinsam vorantreiben.


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