Industrie 4.0: Was soll schon groß passieren?

Industrie 4.0: Was soll schon groß passieren?

Horrorszenarien wie der Diebstahl sensibler Unternehmensdaten durch Cyberspionage oder gar Produktionsausfälle durch Hackangriffe lassen die Ängste der Firmen wachsen. Müsste man meinen – doch ist dem wirklich so? Unser Team Enterprise Sales berichtet über seine Eindrücke.

  • "Chinesische Hacker greifen EADS und Thyssen Krupp an"
  • "Der französische TV-Sender TV5 wurde Opfer eines Cyber-Angriffs"
  • "Online-System ConnectedDrive von BMW gehackt"

Während vor drei Jahren noch vereinzelt Meldungen über Hacker-Angriffe in den Medien zu finden waren, sind Schlagzeilen wie diese heute an der Tagesordnung. Gleichzeitig ist das Thema Industrie 4.0 in aller Munde: Unaufhaltsam wachsen Office und Produktion in allen Branchen zusammen – es wird automatisiert, was automatisiert werden kann, um Produktionsabläufe möglichst effizient zu gestalten.

Innovationen, kosteneffizientes Produzieren und die globale Wettbewerbsfähigkeit spielen für die Wirtschaft eine tragende Rolle. Umso entscheidender sollte es doch sein, Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsergebnisse vor Spionage zu schützen. Aber setzen sich Industrieunternehmen wirklich mit IT-Security auseinander oder dreht sich doch nur alles um die offensichtlichen Vorteile wie Kostenersparnis?

Das Bewusstsein wächst – aber langsam

Wir – die Enterprise Sales-Gruppe bei genua, sind ein Team von sieben Kollegen. Unsere Aufgabe: Unternehmen rund um IT-Security beraten und sie durch unsere hochsicheren Lösungen, welche alle in Deutschland entwickelt und produziert werden, nachhaltig gegen Cyber-Angriffe zu wappnen.

Zahlreiche Großkonzerne aus den Bereichen Flugzeugbau, Banken, Chemie, HealthCare, Versicherungswesen, Logistik, Medien sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen zählen heute zu unseren Kunden. Um für die unterschiedlichsten Anforderungen die bestmögliche Lösung bieten zu können, arbeiten wir in der Presales-Phase und auch bei der Projektumsetzung Hand in Hand mit unseren sicherheitsüberprüften Technikern und Systemspezialisten.

Fernwartungsdemonstrator auf MessenSichere Fernwartung: Auf vielen Messen demonstrieren wir, wie das in der Praxis aussieht

In unserer täglichen Arbeit bei Kundenbesuchen vor Ort, auf Messen wie z. B. der Hannover Messe und der SPS/IPC/Drives oder auch bei Branchentreffs diverser Verbände wie dem VDMA oder Teletrust stellen wir immer wieder fest: Die Notwendigkeit hochwertiger IT-Sicherheit wurde erkannt – dies scheint jedoch noch nicht vollständig bei den Unternehmen angekommen zu sein:

Die Wartung und Überwachung von Systemen ist ein essentieller Baustein vieler Unternehmen, um Produktions- oder Geschäftsausfälle zu vermeiden. Das Ganze noch per Fernwartung zu realisieren ist deutlich günstiger als die Anreise eines Experten vor Ort – gerade für Kunden mit zahlreichen Niederlassungen an verschiedenen Standorten. In diesem Punkt sind sich alle einig – doch wenn es um IT-Security geht, treten nach wie vor Zweifel auf:

  • Lohnt es sich, zusätzlich Geld für eine Fernwartungslösung in die Hand zu nehmen, welche auch Sicherheits-Features beinhaltet – bisher lief doch eh alles gut?
  • Der Aufwand wird doch durch diese hochkomplexen Systeme immens, oder?
  • Fernwartung bedeutet doch immer, dass ich Fremde in mein Netz lassen muss – egal, ob die dahinterstehende Lösung den IT-Security-Aspekt berücksichtigt oder nicht. Wo liegt dann der Unterschied bzw. der Nutzen?

Diese Bedenken sind auf den ersten Blick nachvollziehbar. Doch spätestens wenn man den Betrag, den man in Forschung und Entwicklung investiert und der durch einen einzigen Hackerangriff verloren geht, den Kosten einer sicheren Fernwartungslösung gegenüberstellt, müsste jedem klar sein: Die Anschaffung einer  IT-Security-Lösung lohnt sich. Und ja, es gibt sichere Lösungen, die einfach zu bedienen sind – für alle Beteiligten: Administratoren, Maschinenführer, Fernwarter. Mit minimalen Anforderungen an die vorhandene Infrastruktur und geringen Anschaffungskosten kann die Fernwartungslösung von genua industrielle Fernwartung von vornherein oder auch nachträglich komfortabel absichern.

Sichere Fernwartung kann durchaus komfortabel sein

Und so funktioniert sichere Fernwartung

Der Kunde platziert einfach unsere Fernwartungs-Appliance genubox neben sein Fernwartungsobjekt und schützt damit sowohl seine Maschine als auch sein Netz. Mit einem Laptop baut der Fernwarter eine Verbindung zu einer weiteren genubox, dem sogenannten Rendezvous-Server auf. Erst nach Zustimmung des Kunden wird der sichere Zugriff direkt auf das Objekt freigeschaltet. Die Wartung kann beginnen.

Dabei hat der Kunde weiterhin die volle Kontrolle über sein Netz. Denn Zugriffe werden nur temporär auf das eigentliche Wartungsobjekt gestattet. Die Aufzeichnungsfunktion stellt sicher, dass unser Kunde jederzeit die Kontrolle hat über die Tätigkeiten, die in seinem Netz durchgeführt werden – und: Er kann diese aufzeichnen und live mitverfolgen.

Die rasante Produktionsvernetzung verlangt nach klaren Vorgaben sowohl für Anlagenbetreiber als auch Hersteller oder Systemintegratoren. Aktuell wird noch mehr reagiert als agiert – oft fehlt es an Ressourcen oder Sicherheitsrichtlinien. Die Industrie muss umdenken und, um neben dem notwendigen Bewusstsein aller Beteiligten auch die entsprechende Umsetzung zu erreichen. Und letztendlich: IT Sicherheit muss gelebt werden.

Lesen Sie auch: Fernwartungs-Lösungen im Sicherheits-Check

Bildquelle: © Vladimir Salman - shutterstock.com


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