Rugby: Die Raufbold-Sportart für Gentlemen

Rugby: Die Raufbold-Sportart für Gentlemen

Zeit für einen neuen Artikel unserer Hobby-Serie. Diesmal stellen wir Ihnen einen ganz besonderen Ausgleich zum Büroalltag vor: Die Sportart Rugby. Alexandre, unser IT-Systemkaufmann in Ausbildung, ist schon seit Jahren aktiver Rugby-Spieler – er berichtet Ihnen heute von seinen Erfahrungen.

Zu Beginn meiner Rugby-Karriere im Alter von 14 Jahren hieß es für mich erst einmal, die Regeln kennenzulernen und mich in das Team einzufinden. Nach einem halben Jahr war es dann soweit: Das erste Spiel stand für mich an. Ich habe mich so lange auf diesen Tag vorbereitet und konnte es kaum erwarten, den Platz zu betreten und meine erlernten Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Tatsächlich konnten wir das Spiel gewinnen – was für ein Erfolg! Auch in den darauffolgenden Spielen konnte ich zusammen mit meinem Team einige Siege davontragen.

Rugby-Spiel mit viel KörpereinsatzRugby ist definitiv ein Sport für Kämpfer

Rugby: Ein Spiel der Körperbeherrschung und mentalen Stärke

Als ich wenig später in eine höhere Altersklasse aufstieg, wurde das Training deutlich anspruchsvoller. Zudem waren mir die Mitspieler meist körperlich überlegen, was es für mich nicht gerade leichter machte, mich zu behaupten. Dennoch habe ich mich nie unterkriegen lassen und stets mein Bestes gegeben. Rugby ist definitiv ein Sport für Kämpfer. Wobei hier aber weniger der Körpereinsatz als vielmehr Reaktion und Körperbeherrschung den Sieg ausmachen:

Da es beim Rugby vor allem darauf ankommt, Punkte zu machen und den Gegner an selbigem zu hindern, ist natürlich viel direkter Körpereinsatz gefragt. Das macht auch den wohl größten Unterschied zu anderen Ballsportarten aus. Vom den Gegner zu Boden zerren bis hin zum Tackle gibt es die verschiedensten Möglichkeiten, sich einem Gegenspieler zu stellen.

Zudem wird man auch mental gefordert: Allein schon die falsche Technikwahl oder eine etwas unsaubere Ausführung reichen bei dieser Sportart aus, um falsch zu Boden zu fallen und sich im schlimmsten Fall zu verletzen. Wie gesagt – Rugby ist ein Spiel der Körperbeherrschung und Konzentration. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, auch im Training immer 100 Prozent zu geben und vor allem nicht auf die speziellen Technikstunden zu verzichten. Übrigens haben sich meine Verletzungen bisher in Grenzen gehalten.

Meine Rugby-Highlights

Angefangen habe ich beim München Rugby Football Club (MRFC) in Giesing. Nach zwei Jahren wurde ich allerdings aufgrund meiner besonderen Leistungen vom Bayern-Team zu einem Probetraining eingeladen. Dieses Team besteht aus den besten Spielern aus jeder der 25 Mannschaften Bayerns. Für mich war es eine wichtige Errungenschaft, überhaupt eingeladen zu werden. Zum ersten Mal hatte ich wirklich das Gefühl, dass dieser Sport auch deutlich mehr für mich sein kann als nur ein Hobby. Ich hatte die Möglichkeit, in die Elite Bayerns aufzusteigen – und tatsächlich: Ich schaffte es! Darauf bin ich bis heute stolz.

Das größte Turnier, an dem ich teilnehmen durfte, war ein internationaler Vergleich in Prag. Ein ganzes Wochenende lang hatten wir pro Tag acht Spiele mit je 20 Minuten Spielzeit. Wir konnten uns zwar nicht bis auf das Podest durchsetzen, eine tolle Erfahrung war es aber auf jeden Fall. Wenig später traten wir in München gegen ein Team aus Südafrika, einem der besten Länder im Rugby, an. Zugegeben, die machten ihrem Land alle Ehre – wir waren leider deutlich unterlegen. Doch für mich ist es bis jetzt das interessanteste Spiel an dem ich bisher teilgenommen habe.

Momentan ist Winterpause im Rugby, weshalb ich mich im Fitnessstudio in Form halte. Ab April geht es dann wieder mit der neuen Saison los, worauf ich mich schon jetzt sehr freue.

Ich hoffe der kurze Einblick in mein Hobby hat Ihnen gefallen, weitere Informationen finden Sie auf der Website des Rugby Verband Bayern e.V.

 

Bildquelle: © astrosystem, Alison Bowden - Fotolia.com


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