Vorgestellt: Das Projekt Design4Xperience

Vorgestellt:
Das Projekt Design4Xperience

Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) konzentrieren sich bei der Produktentwicklung meist auf Aspekte der Funktionalität. Vernachlässigt wird hingegen noch vielfach, dass Kunden die Verwendung von Produkten auch als positives Erlebnis empfinden sollten. Lesen Sie hier, wie das Förderprojekt "Design4Xperience" KMU dabei unterstützt, Software-Anwendungen für ihre Kunden attraktiver und damit noch erfolgreicher zu gestalten.

Positive User Experience ist mehr als gute Usability

Bisher geht es bei der Entwicklung von Software neben der technischen Funktionalität vor allem um Aspekte wie Effektivität und Effizienz in der Benutzerführung. Die klassische Usability kümmert sich somit eher um die Vermeidung von Störungen, Hindernissen und Stress.

Positives Benutzererlebnis überzeugtProdukte, die ein positives Benutzererlebnis bieten, werden bevorzugt

Ein emotional positives "Benutzererlebnis" oder eine "positive User Experience (UX)" im Umgang mit Software braucht jedoch mehr als dieses doch eher defizitorientierte Denken: Denn unter User Experience werden die Gefühle verstanden, die während der Nutzung eines Produktes oder Dienstes entstehen. Grundlegend für eine positive UX – also positive Gefühle – ist die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse wie etwa nach Kompetenz oder Verbundenheit.

Warum ist positive User Experience so wichtig?

Große Unternehmen haben den Zusammenhang zwischen einer positiven User Experience und den Marktpotenzialen ihrer Produkte und Services bereits erkannt: Produkte mit einem positiven Benutzererlebnis werden häufiger und vor allem lieber verwendet. Sie bewirken beim Nutzer eine positive Grundhaltung gegenüber dem Produkt sowie dessen Hersteller und Betreiber. Darüber hinaus können positive Nutzungserlebnisse die Motivation der Nutzer steigern und deren Kreativität bei Problemlösungen erhöhen.

Förderprojekt Design4Xperience unterstützt gezielt KMU

Doch positive User Experience ist nicht nur für große Unternehmen von Bedeutung. Auch KMU können davon nachhaltig profitieren. Deshalb stellt sich das Team des Projektes Design4Xperience seit Anfang Januar 2014 der Frage, wie man kleine und mittlere Software-Unternehmen konkret dabei unterstützen kann, positive Nutzungserlebnisse in ihre Prozesse und Produkte zu integrieren.

genua beschäftigt sich ebenfalls seit einiger Zeit damit, mehr Usability und User Experience in die Produkte und deren Entwicklungsprozesse zu integrieren. Dabei kam der Wunsch auf, sich an Forschungsprojekten zu beteiligen, welche sich damit gezielt beschäftigen. Bei unserer Recherche stießen wir auf das Projekt Design4Xperience. Dieses ist Teil der Initiative "Einfach intuitiv – Usability für den Mittelstand", welche im Rahmen des Förderschwerpunkts "Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird.

genua als assoziierter Partner

Nach der ersten Kontaktaufnahme und einem persönlichen Gespräch war schnell klar, dass Design4Xperience genau das Projekt ist, nach dem wir suchten. Und so wurden wir zum assoziierten Partner. Als solcher erhielten wir zunächst eine Auswahl von User Experience Maßnahmen. In Absprache mit Design4Xperience haben wir davon die für uns passendsten Methoden ausgewählt: Im ersten Schritt werden wir das "Erlebnisinterview" und den "User Needs Questionnaire" anwenden.

Im "Erlebnisinterview" werden die Teilnehmer zunächst zu positiven Erlebnissen in ihrer Arbeit befragt. Danach geht es konkret um positive Erlebnisse während der Nutzung des Produktes, für das die Methode durchgeführt wird. Die Ergebnisse können zur Verbesserung der User Experience in die weitere Gestaltung bzw. Entwicklung des Produktes einfließen.

Der Fragebogen "User Needs  Questionnaire" wird von den Teilnehmern direkt nach der Nutzung eines Produkt-Prototypen ausgefüllt. Er gibt Auskunft darüber, inwieweit das Produkt welche Bedürfnisse der Nutzer erfüllt – oder auch nicht. Durch eine Gesamtauswertung der Fragebögen kann ermittelt werden, in welchen Bereichen die User Experience des Produktes ungenutzte Potenziale aufweist.

Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse! Denn diese wertvollen Informationen liefern uns konkrete Ansatzpunkte, um unsere Produkte weiter zu optimieren und für unsere Kunden noch attraktiver zu gestalten.

 

Das Projekt Design4Xperience wird gefördert durch:

Gefördertes Forschungsprojekt

 

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Bildquelle: © sester1848, sdecoret - Fotolia.com, Design4Xperience


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